Pressestimmen - Alpens Sportförderkonzept

Die Höhe der Gelder, die die Vereine jährlich von der Gemeinde Alpen bekommen, sollen ab 2012 auf neuen Grundlagen basieren. Im Mittelpunkt stehen die Energiekosten sowie Pflege und Reinigung der Gebäude an den Sportanlagen.

Thomas Ahls, der Bürgermeister der Gemeinde Alpen, hat in dieser Woche mit Vorstandsmitgliedern der Viktoria, der Veener Borussia, des SV Menzelen sowie BSV Bönninghardt zusammengesessen. Im Zuge der Sportentwicklungsplanung wurde über die Neustrukturierung der finanziellen Zuwendungen an die Clubs gesprochen. Die aktuellen Berechnungsgrundlagen sind überholt, weil rund 20 Jahre alt.

Im Mittelpunkt stehen die zwei Parameter Energiekosten sowie Pflege und Reinigung der Gebäude an den Sportanlagen. Die Zuschüsse sollen nicht mehr als jährliche Pauschale überwiesen werden. Gemeinsam erarbeitet wurde ein neues Sportförderkonzept, für das die Mitglieder im Sportausschuss am 6. Dezember ihre Empfehlung aussprechen sollen.

Die Anregungen stammen aus dem Gutachten des Stuttgarter Instituts für "Kooperative Planung und Sportentwicklung", das die Verwaltung in Auftrag gegeben hatte. "Wir mussten die Grundlagen komplett neu aufdröseln. Wir haben einen Konsens mit den Vereinen gefunden", sagte der Rathauschef.

Und das ist ab 2012 geplant: Die Gemeinde bezahlt die Energiekosten der Clubs. Gleichzeitig sind die Mitglieder zum Sparen angehalten. Das Gebäudemanagement werde nämlich laut Ahls eine "Nulllinie" festlegen und so Anreize setzen. Sollten die Energiekosten unter dieser Vorgabe liegen, bekommen die Vereine 50 Prozent der Differenz zur Verfügung gestellt. "Das Geld kann dann beispielsweise für die Pflege des Platzes genutzt werden", erläuterte Ahls.

"Oder für den Kauf neuer Maschinen verwendet werden", fügte "Charly" Schweden, der Vorsitzende der Borussia, hinzu. Die Gemeinde verlangt einen Nachweis der Investition. Und es wird eine jährliche Begehung geben. Denn das Geld soll nicht in die Taschen von Trainern oder Spielern gehen.

Einen zuvor festgelegten Betrag – zwischen 1000 sowie 4000 Euro – möchte die Verwaltung den Clubs ab 2012 für die Reinigung und Pflege ihrer Gebäude (u.a. Kabinen, Toiletten) überweisen. Die Höhe des Betrags hängt von der Anzahl der Mitglieder (Mannschaften) ab, die die Räumlichkeiten nutzen.

Bürgermeister Ahls und Vereinsvertreter verständigten sich überdies darauf, sich jährlich zusammensetzen zu wollen.

In Absprache mit dem Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes, Theo Rous, fassen die Vereine derzeit ihre Angebote aus allen Abteilungen zusammen. Die sollen als gemeinsame Übersicht den Bürgern demnächst in einer Kreuztabelle online zugänglich gemacht werden. Die Informationen sind dann auf der Homepage der Gemeinde nachzulesen. Von dort aus gibt's eine Weiterleitung zu den Clubs.

Quelle:

http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/xar-sport/alpens-sportfoerderkonzept-1.2530723 vom 28.10.2011