Nutzungsgebühren für Sportstätten

Wer bezahlt eigentlich die städtischen Sportstätten? Was kostet den eine Trainingseinheit in der Halle XY oder auf dem Sportgelände XY durchschnittlich?

Bereits die Beantwortung dieser beiden Fragen und die Weitergabe dieser Informationen an die Nutzerinnen und Nutzer hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung der Nutzersensibilisierung durch Kostentransparenz. Daher empfehlen wir diesen Schritt im Vorfeld einer Gebührendiskussion. Unabhängig davon, ob das Thema Nutzungsgebühren in den sportpolitischen Gremien diskutiert wird: eine hohe Kostentransparenz stößt Prozesse des Umdenkens an.

Mit der Einführung bzw. Erhebung von Nutzungsgebühren für Sportstätten durch die Kommune oder den Kreis werden in der Regel zwei Ziele verfolgt: Erstens sollen die Gebühren eine Steuerungsfunktion zur Optimierung der Sportstättenbelegung übernehmen. Zweitens können sie einen Beitrag zur Reduzierung der laufenden Betriebskosten leisten. Zu differenzieren ist, ob sich die Einführung von Nutzungsgebühren auf gedeckte oder ungedeckte Sportstätten bezieht. Bei ungedeckten Sportanlagen werden in der Praxis meist Überlassungsverträge zwischen den Nutzern und der Kommune als Eigentümer vereinbart. Die Kostenersparnis für die Kommunen liegt insbesondere in der Übernahme der Pflegeleistungen durch die Sportvereine. Zudem wird durch die Übergabe der Verantwortung meist ein sorgfältigerer Umgang mit den Sportflächen erreicht, wodurch sich langfristig Einsparungen ergeben durch geringere Instandhaltungskosten. Bei gedeckten Sportstätten gibt es eine Fülle unterschiedlicher Gebührenmodelle. Von zentraler Bedeutung ist die Zielsetzung, die mit den Gebühren erreicht werden soll. Insbesondere zeitlich gewichtete Gebührensätze und nach Hallenqualität unterschiedlich gestaffelte Nutzungsgebühren setzen wertvolle Anreize zur Belegungsoptimierung. Darüber hinaus sollten Nutzungsgebühren in Hallenbelegungskonzept eingebunden werden.

Das IKPS berät Sie bei der Einführung von Nutzungsgebühren für Sportstätten und entwickelt eine für Ihre Kommune schlüssige Gebührenordnung. Eine Verknüpfung zur kommunalen Sportförderung wird dabei gewährleistet.