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Bei der Planung von Sportanlagen, ob Umgestaltung oder
Neubau, sind Kenntnisse über standortspezifische
Besonderheiten sowie Kenntnisse über die Interessen
und Bedürfnisse der Nutzergruppen dringend erforderlich,
um mit möglichst großer Wahrscheinlichkeit
sicherzustellen, dass die baulichen (Veränderungs-)
Maßnahmen auch von den Zielgruppen angenommen
werden.
Das Modell der Kooperativen Planung wird dieser Forderung
gerecht, da es ein Verfahren der Entscheidungsfindung
anstrebt, bei dem von vornherein Betroffene, Nutzer,
Planungs- und lokale Experten sowie die Vertreter lokaler
sozialer Gruppen in den Planungsprozess eingebunden
werden. Die frühzeitige und kontinuierliche Beteiligung
unterschiedlicher lokaler Interessens- und Zielgruppen
sowohl bei der Bedarfsbestimmung und Raumplanung als
auch bei allen weiteren Planungs- und Umsetzungsschritten
bietet die größte Chance, dass bedarfsgerechte
Anlagen geschaffen werden, die die Betroffenen auch
annehmen.
Da nur eine Planungsinstanz das "Herzstück"
dieses Verfahrens bildet, kommt der Zusammensetzung
der lokalen Planungsgruppe eine hervorgehobene Bedeutung
zu. Unter der Perspektive, die gesellschaftliche Wirklichkeit
in ihrer Komplexität möglichst breit zu erfassen,
die Bedarfe vor Ort treffend zu erheben und sportive
Angebote für alle Alters- und Interessengruppen
zur Verfügung zu stellen, muss eine möglichst
heterogene und breite Zusammensetzung der Planungsgruppen
angestrebt werden. Die wesentlichen Entscheidungsträger
aus der Stadtverwaltung und Fachleute der im Gemeinderat
vertretenden Parteien sowie die Vertreter der lokalen
Sportvereine und der öffentlichen Institutionen
und Organisationen (z.B. Schule, Umweltschutz etc.)
müssen von Anfang an in die Arbeit der Planungsgruppe,
die bis zu 30 Personen umfassen darf, einbezogen werden.
Aufgabe der Planungsgruppe ist es, gemeinsam einen
Gesamtgestaltungsplan zu erarbeiten, der die Interessen
aller Funktionsgruppen bündelt. Dies geschieht
in der Regel in vier Sitzungen, die in einem Abstand
von etwa drei Wochen abgehalten werden. Der gesamte
Planungsprozess beträgt somit ca. drei Monate.
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