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Kommunale Sportentwicklungsplanung wurde und wird immer
noch hauptsächlich mit Sportstättenentwicklungsplanung
gleichgesetz. Die Praxis zeigt jedoch, dass es evidente
Wechselbeziehungen zwischen Sporträumen, Sportinhalten
und Organisationsformen des Sports gibt.
Moderne Sportentwicklungsplanung vereint daher die
Angebotsstruktur, die räumliche Infrastruktur sowie
die Organisationsstrukturen des Sports zu einem Gesamtkonzept,
nämlich dem der sport- und bewegungsfreundlichen
Stadt.
Die sport- und bewegungsfreundliche Stadt soll als
lebenswerter Ort gestaltet werden, als vernetzter Bewegungsraum,
der für die Bürger aller Altersstufen in unterschiedlichen
Lebensbereichen Gelegenheiten für körperliche
Aktivitäten bietet. Eine an neuesten Erkenntnissen
orientierte Sportentwicklungsplanung muss zum Ziel haben,
ein engmaschiges und qualitativ hochwertiges Versorgungsnetz
für Spiel- und Bewegungsaktivitäten aller
Menschen auf- und auszubauen.
Dabei ist von einem weiten Verständnis von Sport
und Bewegung auszugehen, das sowohl das zunehmende informelle
Sporttreiben als auch die traditionelle vereinsbezogene
Sportkultur umfasst.
In diesem Sinne stellen sich an die kommunalen Entscheidungsträger
neue und komplexe Anforderungen, die weit über
das bisherige Aufgabenfeld traditioneller Sportentwicklungsplanungen
hinausgehen. Sportentwicklungsplanung ist heute als
mehrdimensionaler Ansatz aufzufassen und intendiert
die bedarfsgerechte Optimierung der Angebots- und Organisationsstrukturen
sowie der Infrastruktur (Sportstätten und Bewegungsräume)
im Bereich des Sports.
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