Expertenbefragungen und Delphi-Studien

Ein „Vorausdenken in die Zukunft“ bzw. eine Steuerung und Prognose des sozialen Wandels stellen an die Wissenschaft – nicht nur die Sportwissenschaft – heute erhebliche Anforderungen.

Angesichts der gestiegenen Komplexität der Gesellschaft und der funktionalen Differenzierung von Teilsystemen wird in der politischen Theorie eine „beunruhigende Gleichzeitigkeit sinkender Steuerungskapazitäten und steigender Steuerungserwartungen“ konstatiert.

Angesichts dieser Situation stellt sich die Frage, wie und mit welchen Verfahren die Sportwissenschaft Hilfestellungen zur Beseitigung der bestehenden Unsicherheiten leisten kann.

Expertenbefragungen eignen sich, valide Aussage über spezifische Kernprobleme zu erhalten. Im Rahmen von Sportentwicklungsplanungen kann eine Vielzahl von kommunalen Expertinnen und Experten in die Bedarfsanalyse einbezogen werden. Ihre Angaben können anschließend in die Erarbeitung von Maßnahmen und Empfehlungen einfließen.

Eine Beonderheit stellen Delphi-Studien dar. Die Delphi-Methode ist ein vergleichsweise stark strukturierter Gruppenkommunikationsprozess, in dessen Verlauf Sachverhalte, über die naturgemäß unsicheres und unvollständiges Wissen existiert, von Experten beurteilt werden. Dabei wird angenommen, dass in der Gruppenkommunikationsphase eine höhere Qualität der Problemlösung erreicht wird, als dies nur mit der Sammlung von Einzelbeiträgen möglich wäre.

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