| Das Sportverhalten der Bevölkerung hat
sich in letzten Jahrzehnten enorm verändert. In zahlreichen
empirischen Sportverhaltensstudien konnte dieser Wandel
der Sportwirklichkeit eindrucksvoll nachgezeichnet werden.
Sport und Bewegung sind danach nicht mehr eine Domäne
der jungen Menschen, die ihren Sport an Erfolg und Leistung
ausrichten. Vielmehr stehen Erfolg und Leistung bei
den Motiven für Sporttreiben meist auf den letzten Plätzen,
Gesundheit und Wohlbefinden dagegen haben meist einen
Spitzenplatz inne.
Diesem gesundheitsorientierten Lebensstil fühlen sich
alle Altersgruppen verpflichtet. Erwachsene betreiben
ihren Sport zumeist als Freizeitaktivität, die einen
festen Bestandteil im alltäglichen Leben hat.
Für die Kommunen stellen sich insofern Fragen für eine
zukunftsorientierte
Sportentwicklungsplanung, wie die "Alten von
morgen" in das Sportleben integriert werden können.
Denn der Großteil der Sporttreibenden macht dies nicht
im Verein oder anderen Organisationen, sondern selbstorganisiert
und oftmals individuell.
Daher ist es für Kommunen bei der Um-
oder Neugestaltung von Sportanlagen von großer
Bedeutung zu wissen, welchen Sport ihre Bevölkerung
treibt und ob das Geld in die geplanten Anlagen überhaupt
sinnvoll investiert wäre.
Zudem können durch die erhobenen Daten Angebotswünsche
für bestimmte Zielgruppen (z.B. für Mädchen, junge Frauen,
aktive Senioren, informelle Freizeitsportgruppen) ermittelt
werden. Diese Ergebnisse dienen wiederum bei der Erarbeitung
von (neuen) Angeboten; zugleich werden durch die Kooperative
Planung die Fragen nach der Organisation dieser Angebote
beantwortet.
In Kombination mit Vereinsstruktur-
und Anbieteranalysen lässt sich dann die Angebots-
und Organisationsstruktur von Sport und Bewegung in
einer Kommune effizient verbessern.
|