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Meldung vom 4. März 2010
Sportstättenbedarf für die Schillerstadt ermittelt
 

Marbach am Neckar / Stuttgart. Wie wird sich der Bedarf an Sportstätten, insbesondere von Sporthallen und Fußballplätzen in den nächsten Jahren in der Schillerstadt entwickeln? Dieser Frage ging das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) im Auftrag der Stadt Marbach am Neckar nach. Die Ergebnisse wurden nun dem Gemeinderat vorgestellt.

Bei der Präsentation der Ergebnisse stellte Dr. Stefan Eckl, Geschäftsführer des ikps, deutlich heraus, dass sowohl der Bedarf des Fußballsports als auch die Bedarfe der Schulen zur Erfüllung des Pflichtsportunterrichtes sowie der Sportangebote im Ganztag oder von Sport-AGs mit den derzeitigen Sportstättenkapazitäten nicht erfüllt werden können. Um den Sportanlagenbedarf zu ermitteln, hat das ikps sowohl die Marbacher Sportvereine als auch die Schulen befragt und auf Basis der Angaben zur Zahl der Sportgruppen die Versorgung mit Sportanlagen ermittelt. Dabei wurde auch abgefragt, wie sich der Sportstättenbedarf in den kommenden Jahren darstellen wird. "Für den vereinsorganisierten Fußballsport ist die Anzahl der Sportplätze sowohl heute als auch zukünftig nicht ausreichend, gleiches gilt für die Turn- und Sporthallen für den Schulsport", so Dr. Eckl bei der Ergebnispräsentation.

Daher wird seitens des ikps empfohlen, bei einer konzeptionellen Neugestaltung des Schul- und Sportzentrums den Neubau einer Dreifachsporthalle inklusive eines Gymnastikraumes vorzusehen. Für den Fußballsport schlägt das ikps bei einer Aufgabe des Hermann-Mayer-Sportplatzes samt Nebenplatz den Neubau zweier Großspielfelder oder eines Großspielfeldes plus zweier Kleinspielfelder vor, allesamt mit Kunstrasen und Beleuchtung ausgestattet. Die Bilanzierung des Sportanlagenbedarfs wurde im Vorfeld der Gemeinderatssitzung mit den Schulen und Sportvereinen besprochen und stieß dort auf einhellige Zustimmung. Bisher, so der Tenor, war zwar jedem klar, dass die Sportkapazitäten in Marbach sehr eng sind, nun lägen aber verlässliche Zahlen vor, die dieses Gefühl objektiv bestätigen.
Der Gemeinderat schließlich nahm fraktionsübergreifend die Ergebnisse des Beratungsbüros zustimmend zur Kenntnis und lobte den Bericht. Auch die Anregung von Dr. Eckl, bei der weiteren Sportraumplanung die Wünsche und Bedürfnisse des Freizeitsports zu berücksichtigen, wurden von breiter Mehrheit zustimmend zu Kenntnis genommen. Für den Ersten Beigeordneten Gerhard Heim sind nun die notwendigen Grundlagen erstellt, um relativ rasch in die Flächensicherung und in die Aufstellung eines Bebauungsplanes zu gehen.

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