Die Stadt Mannheim plante die Erarbeitung einer Nutzungskonzeption für das Strandbad Mannheim nach dem Modell der Kooperativen Planung. Unter Einbeziehung der relevanten Interessensgruppen wurden die beobachtbaren Problembereiche der Nutzung des Strandbades (unter Einbeziehung der Neuregelung der gastronomischen Versorgung) identifiziert, um zukunftsorientierte Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Die Grundphilosophie des Verfahrens der Kooperativen Planung, das vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung entwickelt wurde und heute in der Sportstättenplanung und in weiteren Bereichen weitgehend etabliert ist, ist der Gedanke der Vernetzung bzw. die Beteiligung von späteren Nutzerinnen und Nutzern sowie von Planungs- und lokalen Expertinnen und Experten am Planungsprozess. Ziel des Verfahrens war die konsensuale Erarbeitung eines Nutzungskonzepts, das von allen Beteiligten getragen wird.
Auftraggeber: Stadt Mannheim
Pressestimme Mannheimer Morgen vom 11. Dezember 2007:
"Durchbruch im Neckarauer Rheinbogen: Die Stadt will das marode Strandbad sanieren, 90 000 Euro für die notwendigen Planungen sofort und eine Million Euro im Doppelhaushalt 2008/09 sollen dafür bereitgestellt werden. "Wir lösen unsere Wahlkampfversprechen ein!" so erinnert SPD-Fraktionschef Dr. Stefan Fulst-Blei an den Oberbürgermeister-Wahlkampf. Dr. Peter Kurz hatte zugesagt, das Thema Strandbad endlich anzupacken.
Die Grünen wollen mitziehen, das Geld soll nach dem langen Streit um den "Mannemer Lido" im grünen Neckarauer Süden im kommenden Jahr tatsächlich fließen. "Wir haben hier unglaublich viel ehrenamtliches Engagement der Bürger", so Wolfgang Raufelder, Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Stadtparlament: "Ich bin sehr zufrieden, dass dieser Einsatz jetzt auch belohnt werden kann." Die CDU, so Fraktionschef Carsten Südmersen, habe allerdings "noch Beratungsbedarf".
Vorgesehen ist zunächst, einen Architektenwettbewerb und eine Betreiberausschreibung für Gesamtanlage und Gaststätte zu veranstalten. Zwar liegen aus der Vergangenheit bereits verschiedene Konzepte vor, die grundsätzlich die naturnahe, offene Gestaltung der Spiel- und Liegewiesen zum Inhalt haben, doch zwischen Grill- und Campingplätzen, Gaststätte, Minigolfbahn und Parkplätzen stellen sich eine Menge Detailfragen, die jetzt geklärt werden sollen.
Den ersten Schritt tat Oberbürgermeister Kurz mit der Beauftragung des Stuttgarter Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung. Die Profis entwickelten gemeinsam mit Behörden und Bürgerinitiativen in kurzer Zeit eine offenbar tragfähige Perspektive für die Zukunft des Strandbads.
Dass noch eine Reihe von Detailproblemen zu lösen sind, ist aus den Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe zu ersehen. So soll, um eine Lösung der Verkehrsprobleme zu erreichen, der Strandbad-Parkplatz zeitweilig gesperrt werden. Auch sollen das wilde Grillen auf den Wiesen langfristig eingeschränkt sowie barrierefreie Zugänge und Toiletten-Anlagen geschaffen werden."
Projektzeitraum: 2007