Der im Jahr 2000 eingeweihte JahnPark Bad Hersfeld hat sich in den zehn Jahren seines Bestehens zu einer stark frequentierten, national beachteten Sportanlage entwickelt. In einer Evaluation soll erneut untersucht werden, ob der JahnPark nach wie vor als Vorzeigeprojekt für zukunftsorientierte Sportaußenanlagen dienen kann.
In einer ersten Evaluation seiner Nutzung im Jahre 2002 wurde insbesondere der Frage nachgegangen, ob er sich – wie in der Konzeption angelegt – zu einer nachhaltigen, bedarfsorientierten und generationsübergreifenden Sport-und Bewegungsstätte entwickeln konnte, die sich durch hohe Besucherzahlen und eine hohe Nutzungsintensität des Geländes auszeichnet.
Acht Jahre später verfolgt eine erneute Evaluation zum einen das Ziel, das Nutzerverhalten nochmals zu überprüfen, um festzustellen, inwieweit sich die positiven Folgen der Gestaltung aus dem Jahr 2002 auch heute noch nachweisen lassen oder ob mittlerweile ein „Gewöhnungs- oder Abnutzungseffekt“ zu beobachten ist. Zum anderen soll der Frage nachgegangen werden, ob sich nach zehn Jahren – im Sinne von Nachhaltigkeit – positive oder negative Effekte in Bezug auf Stadtentwicklung und -image, Integration von Zielgruppen (Älte-re, Jugendliche, Migrant/-innen), Vereinsentwicklung, sportive Infrastruktur in der Stadt, Kooperation Schule-Verein oder ökonomische Nachhaltigkeit nachweisen lassen.
Hierzu werden in Kooperation mit dem Landessportbund Hessen sowohl die Nutzer/innen des JahnParks schriftlich befragt als auch Leitfadeninterviews mit ausgewählten Expert/innen durchgeführt. Dieses Vorgehen unterstreicht das Bestreben der nachhaltigen und langfristigen Planung und Steuerung des JahnParks und ermöglicht so, frühzeitig bestimmte Entwicklungslinien zu fördern oder zu verhindern, die Ausstattungsmerkmale an das Sport- und Bewegungsverhalten und die Interessen der Nutzer/innen anzupassen und somit weiterhin für große Bevölkerungsteile nicht nur in Bad Hersfeld, sondern auch der weiteren Umgebung einen attraktiven Ort für Bewegung, Spiel und Sport darzustellen.
Auftraggeber: Landessportbund Hessen
Projektzeitraum: 2010/2011
