ikps - kompetente Beratung in der Sportentwicklung
 
Sport in Hessen – Schwerpunktthema Sportentwicklungsplanung

Sport in Hessen – Schwerpunktthema Sportentwicklungsplanung

Das Magazin “Sport in Hessen” des Landessportbundes Hessen hat in seinem aktuellen Heft die Sportentwicklungsplanung als Titelthema. In einen ersten Artikel wird dargestellt, was unter Sportentwicklungsplanung zu verstehen ist und welche Ansätze es gibt. Dabei wird auch auf die Rolle des Landessportbundes Hessen in Sportentwicklungsprozessen eingegangen. „Wir können als Landessportbund keine starren Konzepte entwickeln und jemandem überstülpen. Unsere Rolle besteht vielmehr darin, Städte, Gemeinden oder Landkreise bei der Sportentwicklungsplanung zu unterstützen“, sagt Gundi Friedrich, Leiterin des Geschäftsbereiches Sportentwicklung.

Praxisbeispiele

Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung des Landessportbundes erläutert im Interview, welche entscheidende Rolle die hessischen Kommunen bei der Erstellung von Sportstättenentwicklungsplanungen oder Sportentwicklungsplanungen einnnehmen. Im Rahmen dieser Planungen sind der lsb h und seine Vereine dann Partner und unterstützt die Planungen mit seinem Know-how.

Konkret wird es in den weiteren Artikeln, in denen unter anderem auf Projekte eingegangen wird, die vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) aus Stuttgart begleitet wurden. Frankfurts Sportdezernent Markus Frank legt dar, warum Sportentwicklungsplanung insbesondere im Ballungsraum mit hoher Flächennachfrage unerlässlich ist und wie er die Zusammenarbeit mit Landessportbund, Sportkreis Frankfurt und den Frankfurter Sportvereinen einordnet. Jochen Melchior (Leiter des Fachdienstes Kultur, Sport, Ehrenamt im Landkreis Groß-Gerau berichtet über die Erfahrungen des Landkreises, der als erster Landkreis in Hessen mit Sportentwicklungsplanung begonnen hat.

Sportentwicklung vor Ort

Wie unterschiedlich hessischen Kommunen an das Thema Sportentwicklungsplanung herangehen, verdeutlicht ein Interview mit Johannes Heger, einem der Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes (HSGB), der das Dezernat für Kommunalverfassung, Sicherheit und Ordnung, Bau und Umweltrecht des HSGB leitet. Nach seiner
Einschätzung wird Sportentwicklungsplanung in den hessischen Landkreisen und Städten noch nicht flächendeckend angewendet, vielerorts seien immer noch Gemeinden der Auffassung, dass die Aufstellung von Flächennutzungsplänen in diesem Bereich ausreicht.

Dass Sportentwicklungsplanung durchaus ihren Sinn hat und für die Städte und Landkreise ein wichtiges Instrument für die Stadtentwicklung sein kann, belegt das Gespräch mit Anette Tettenborn, Leiterin des Amtes für Sport und Bewegung in Rüsselsheim. Dort gibt es seit 2005 einen Sportentwicklungsplan und Tettenborn legt anschaulich dar, welche Rolle dieser Plan für Rüsselsheims Zukunft spielt. Das letzte Beispiel beschäftigt sich mit der Sportentwicklungsplanung in Hanau. Dort profitiert die Turngemeinde von 1864 direkt von der Fortschreibung des Sportentwicklungsplans.